Sicherheitstechnik ist auch für Bauherren wichtig

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Organisierte Banden aus den Ländern Osteuropas räumen immer wieder Häuser leer. Es wird davor gewarnt, Urlaubspläne in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter anzuzeigen. Denn Diebe und Einbrecher sind inzwischen ganz gut organisiert, sie informieren sich online, an Flughäfen und vor Ort, ob und wann Häuser leer stehen. Sicherheitstechnik ist also wichtig – die technischen Möglichkeiten sollten bereits beim Hausbau berücksichtigt werden.

Welche Sicherheitsmaßnahmen machen Sinn?

Manche Sachen sind inzwischen so selbstverständlich, dass man sie eigentlich gar nicht zu erwähnen braucht. Fenster sollten so installiert sein, dass sie sich von außen nicht öffnen lassen. Die Fenstergriffe müssen so angebracht sein, dass sie bei gekipptem Fenster von außen nicht zum vollständigen Öffnen des Fensters genutzt werden können.

Was für leicht erreichbare Fenster gilt, gilt auch für die Glastüren an Veranden, Terrassen und Balkonen. Generell sollten Balkone so gebaut sein, dass niemand sie einfach vom Außengelände aus erreichen kann. So ist ein Einsteigen über die Fenster des Balkons erschwert. Dächer, die bis auf den Boden oder in Bodennähe reichen, dürfen keinen Einstieg über geöffnete Dachluken, angrenzende Balkone oder Gaupen ermöglichen.

Garagen, Wintergärten und Geräteschuppen sollten so angelegt sein, dass man durch sie hindurch nicht ins Haupthaus gelangen kann, und Kellerzugänge im Außenbereich sowie Lüftungsschächte müssen ausreichend gesichert werden. Das sind bauliche Maßnahmen, die der Bauherr normalerweise mit dem Architekturbüro abspricht.

Und die Technik?

Vor allem in den letzten Jahren sind die technischen Möglichkeiten hinsichtlich der Sicherheit von Häusern schnell weiterentwickelt worden. Es ist inzwischen möglich, ein Wohnobjekt per Kamera im gesamten Außenbereich überwachen zu lassen, ohne dass man Sicherheitspersonal benötigt. Alarmanlagen-Sensoren, die in Fenster und Türen integriert sind, leiten im Notfall die entsprechenden Signale über eine Sicherheitsanlage an die nächste Polizeistation, die Feuerwehr oder einen privaten Sicherheitsdienst weiter.

Werden diese Anlagen mit Kameras gekoppelt, kann im Notfall schnell und angemessen reagiert werden. Überwachungskameras im Innen- wie Außenbereich können mit Bewegungsmeldern gekoppelt werden, so dass sie nur bei Bedarf anspringen. Sicherheitstüren sind mit besonderen Schlössern versehen, die schwerer zu “knacken” sind als herkömmliche Türen.

Und mit der entsprechenden Technik ausgerüstete Fernseher, Jalousien und die Beleuchtung bedienen sich zu bestimmten Uhrzeiten von alleine. Fernseher schalten sich ein und aus, Beleuchtung schaltet sich ein und aus, Jalousien fahren selbständig herauf oder herunter. Das alles simuliert die Anwesenheit der Bewohner und lässt das Haus oder die Wohnung also bei längerer Abwesenheit nicht leer erscheinen.

Allerdings müssen elektrische Leitungen und Datenkabel bereits beim Hausbau verlegt werden, wenn man sich später den Ärger von offen liegender Kabelage oder ständigen Handwerkerbesuchen zwecks Leitungsverlegung ersparen will. Gerade Sicherheitskameras sind etwas, was jeder Elektriker schon beim Hausbau anlegen kann.

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