Energie sparen: Was bringt wirklich wie viel?

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Während die Energiekosten in Deutschland in den letzten Jahren stetig ansteigen, fallen die Zinsen auf ein Rekordtief. Anleger ärgern sich über die minimalen Renditen, mit denen ihre Guthaben verzinst werden. Im Gegenzug werden Kredite immer attraktiver. Ist es da nicht sinnvoller, sein Geld in die Modernisierung seines Eigenheims zu investieren? Die Gelegenheit für die Modernisierung von Wohngebäuden war noch nie so günstig.

Austausch der Fenster bringt bis zu 20 Prozent Ersparnis

Statistisch gesehen ersetzen Hauseigentümer ihre Fenster alle 48 Jahre. Nach Informationen des Verbandes Fenster + Fassade sind circa 25 Millionen Fenstereinheiten in Deutschland noch einfachverglast.

Anhand des sogenannten U-Wertes (Wärmedurchgangskoeffizient) lässt sich das Einsparpotential sehr gut veranschaulichen. Er beschreibt, wie viel Wärmeenergie durch ein Fenster verloren geht. Je höher dieser Wert ausfällt, desto geringer ist die Wärmedämmfähigkeit des Fensters. Bei Einfachverglasung beträgt der U-Wert 4,7 (pro Quadratmeter und Kelvin (W/mK), bei unbeschichtetem Isolierglas 2,7. Bei dreifachverglasten Fenstern hingegen liegt der Wert bei 1,1 und besser. Durch den Austausch der Fenster kann die Energieeffizienz um ein Mehrfaches gesteigert werden. Mit modernen Fenstern ist eine Ersparnis von bis zu 20 Prozent möglich.

Fassadendämmung bringt einen Einspareffekt von 20 bis 25 Prozent

Wenn der Lack am Haus ab ist und dringend mal wieder ein neuer Anstrich nötig wird, oder ein An -und oder Umbau geplant ist, bietet es sich an, über eine neue Fassadendämmung nachzudenken. Mit einer modernen Fassadendämmung lassen sich zwischen 20 und 25 Prozent der Heizkosten einsparen.

Am effektivsten ist es, die Wände von außen zu dämmen. So müssen keine nachträglichen Arbeiten in den Wohnräumen durchgeführt werden und es können in diesem Zuge eventuelle Bauschäden oder optische Mängel kaschiert werden. Am häufigsten kommen verputzte Wärmedämmverbundsysteme aus Mineralwolle, Polystyrol oder Mineralwolle zum Einsatz.

Bei fachgerechtem Einbau halten Fassadendämmungen, je nach Material, zwischen 20 und 40 Jahren. Die Dämmstärke sollte daher vorausschauend gewählt werden, sodass sie für den gesamtem Zeitraum ökologisch und wirtschaftlich gesehen sinnvoll erscheint. Effektiv ist eine Dämmstärke zwischen 12 cm und 25 cm. Jeder darüber hinaus gehende Zentimeter Dämmung macht sich kaum noch bemerkbar.

Mit neuen Heiztechnologien Heizkosten sparen

Hat ein Heizkessel das Alter von 10 Jahren erreicht, ist es an der Zeit, über eine Modernisierung nachzudenken. Mit einer moderneren Technik können etwa 30 Prozent der Heizkosten gespart werden. Neuere Brennwertkessel für die Gas- oder Ölheizung nutzen die eingesetzte Energie effizienter.
Alternative, neuere Technologien, wie Erdwärmepumpen oder Pelletheizungen, haben geringere Verbrauchskosten als herkömmliche Gas- und Ölheizungen. Jedoch ist der Anschaffungspreis im Rahmen der Altbausanierung bei Pelletheizungen bzw. Wärmepumpen doppelt so hoch bzw. zweieinhalbmal so hoch wie bei konventionellen Anlagen. Sollte dennoch die Anschaffung einer neueren Technologie favorisiert werden, lohnt sich in jedem Fall ein Blick auf die unterschiedlichen Fördermaßnahmen.

Bonustipp: Gas-Anbieter wechseln

Für diejenigen, die sich noch nicht zu weiter reichenden Investitionen durchringen können, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Preisvergleich der Gasanbieter. Bei einem Anbieterwechsel können mehrere Hundert Euro pro Jahr gespart werden. Das fällt dank entsprechender Gasvergleiche im Internet denkbar leicht. Dort kann man direkt über entsprechende Verlinkungen den neuen Vertrag beantragen und den bestehenden kündigen – ganz einfach und für jedermann schnell zu machen.

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